Startseite Presse Mehrwegtransportbehälter: Fixpunkt im modernen Logistikmanagement

Mehrwegtransportbehälter: Fixpunkt im modernen Logistikmanagement

Unternehmen arbeiten laufend an der Optimierung ihrer Kosten – auch für Verpackung und Transporthilfsmittel. Im Sinne der Ressourcenschonung wird daher versucht auf Einwegverpackungen zu verzichten. Mehrwegtransportbehälter liegen im Trend!

RFID_Gate_II_(c)_Metro_200px(Wien, 15.01.2010) Kaum eine Industrie kann heute noch auf Mehrwegtransportbehälter verzichten: Von der Bierkiste über Gemüse- und Fleischkisten bis hin zu Gitterboxen in der Automobilindustrie, oder Flugcontainer sind täglich Millionen Transportbehälter im Umlauf. Ware wird so sicher, hygienisch und effizient transportiert, doch meist kommen die benutzten Behälter nicht mehr an ihren Ursprungsort zurück. Zweckentfremdet landen sie als Aufbewahrungskiste im PKW, enden als Lagerbox in einer Filiale oder als wertvolles Verkaufsgut. So müssen jährlich unzählige Behälter nachgekauft werden.

 
Behälter eindeutig kennzeichnen

Immer mehr Unternehmen beginnen daher, ihre Mehrwegtransportbehälter zu kennzeichnen und auch diese beim Warenausgang zu erfassen. Empfängerseitig gibt es hingegen noch eher selten die Möglichkeit der Erfassung der Behälter. Ein Umstand, für den die Standardisierungsorganisation GS1 Austria einen passenden Lösungsweg anbieten kann. GS1 Austria ist ein Non-Profit-Unternehmen und Dienstleister der österreichischen Wirtschaft und managt ein weltweit eindeutiges und überschneidungsfreies System zur Identifikation von Unternehmen, Produkten, Lokationen, Anlagegütern und Mehrwegtransportbehältern. Das GS1/EPCglobal System kann Technologie-unabhängig verwendet werden. Damit kann je nach Anwendung und Industrie entweder die klassische Barcodetechnologie (1D und 2D) oder die berührungslose Funktechnologie RFID (Radio Frequency Identification) verwendet werden. Darüber hinaus bietet das GS1-System auch die notwendigen Reports für den elektronischen Datenaustausch zwischen den einzelnen Unternehmen und GS1 Austria betreibt gemeinsam mit RF-iT Solutions das RFID/EPCglobal Test CENTER in Graz um seinen Kunden die unterschiedlichen Technologien und deren Vorteile praxisnah erklären zu können und auch Machbarkeitsstudien durchzuführen.
 

Sicherheit im Doppelpack: Barcode und RFID

Die Grundvoraussetzung für eine funktionierende Rückverfolgbarkeit der Mehrwegtransportbehälter ist die klare Erfassung im eigenen Warenwirtschaftssystem und die dazugehörige Kommunikation mit den Kunden darüber, dass die Erfassung mithilfe des GS1/EPCglobal Systems erfolgt. Der Identifikator für Mehrwegtransportbehälter in diesem System ist der so genannte GRAI (Global Returnable Asset Identifier). Dieser wird entweder im GS1-128 Barcode, der GS1 DataMatrix oder in einem RFID/EPC Transponder verschlüsselt. Der Vorteil liegt klar auf der Hand: Unabhängig davon, in welchem technischen Stadium sich ein Unternehmen befindet, die Identifikation kann in jedem Fall erfolgen. Sollte das Unternehmen zur Erfassung seiner Waren keinen Scanner oder RFID-Leser verwenden, dann steht die Information, also der GRAI, immer noch in Klarschrift auf dem Mehrwegtransportbehälter.GS1 Austria empfiehlt beide Technologien zu verwenden, sowohl den GS1-128 Barcode als auch in Kombination mit dem RFID/EPC Transponder. So haben Unternehmen den Vorteil, dass die Information entlang der Logistikkette von allen beteiligten Partnern ausgelesen werden kann. Darüber hinaus stellt die Doppelgleisigkeit ein Sicherheitsnetz dar, falls am Transportweg ein Medium beschädigt wird.
 

Mehrwegtransportkisten_DSC_0091_500px

 
Herausforderung: Unternehmens-IT

Nicht nur extern, auch in internen Prozessen kann der GRAI zur Optimierung von Prozessen eingesetzt werden. Mit dem GS1/EPCglobal System stehen dem Unternehmen eindeutige Nummern zur Verfügung, die weltweit verfolgt werden können. Ob extern oder intern – die größte Herausforderung im Hinblick auf eine transparente und lückenlose Rückverfolgbarkeit der Mehrwegtransportbehälter liegt sicher in der IT und in den dazugehörigen Warenwirtschafts- und ERP-Systemen. In diesen müssen diese „Nummern“ erst implementiert werden, um dann auch zum Einsatz zu kommen. Diese Umstellung beweist daher erst auf den zweiten Blick ihre Vorteile: Im Zuge des Change Managements werden auch andere Bereiche, wie Verpackungsmaterial, Prozesse im Wareneingang, der Lagerlogistik und im Warenausgang transparent optimiert und damit eine raschere Berechnung des ROI möglich.Mehrwegtransportbehälter werden im Wirtschaftskreislauf zunehmend an Bedeutung gewinnen, da Unternehmen mehr denn je kostenoptimiert arbeiten, um ihre Position im Wettbewerb zu sichern. Richtiges Behältermanagement optimiert den Umsatz, reduziert die Kosten langfristig und erhöht die Transparenz entlang der gesamten Logistikkette.
 

Das RFID/EPCglobal Test CENTER

bietet Technologie interessierten Unternehmen die Möglichkeit RFID Technologie hautnah zu erleben. Neben Demoapplikationen bietet das RFID/EPCglobal Test CENTER auch:
 

  • Machbarkeitsstudien
  • Begleitung bei Diplomarbeiten
  • Unterstützung in Projekten
  • Umsetzung von Pilotprojekten
  • Prozessanalyse Tests vor Ort beim Kunden
  • State of the Art Equipment
  • das einzigartige europäische Lab Network zur gemeinsamen Umsetzung von internationalen Projekten basierend auf den GS1 /EPC Standards.