GS1 Standards für den Frischebereich
Im Frischebereich bringt die durchgängige Verwendung der GS1 Standards eine Verkürzung der Durchlaufzeiten, die Minimierung von Lager-beständen sowie eine Maximierung der Produktqualität, wodurch die Frische der Ware bis hin zum Konsumenten garantiert wird. Die seitens gesetzlicher Auflagen geforderte lückenlose Verfolgbarkeit und Rückverfolgbarkeit entlang der Wertschöpfungskette der Produkte wird sichergestellt.

Identifikation
Österreichische Unternehmen können zum Zweck der Unternehmensidentifikation eine GLN (Global Location Number) bei GS1 Austria beantragen. Die GLN stellt dabei als 13-stelliger numerischer Schlüssel ein ideales Instrument zur schnellen, fehlerfreien und zugleich maschinengerechten Verarbeitung von Adressinformationen wie Standorten dar.
Die bei der GLN2 und GLN3 gebildeten GTIN´s (Global Trade Item Number oder EAN-Nummer) werden zur eindeutigen Identifikation von standardisierten Endverbrauchereinheiten sowie zur Kennzeichnung von Handelseinheiten herangezogen. Die GTIN´s werden dann zur automatisierten Erfassung und Verarbeitung mittels Scanner in GS1 Barcodes verschlüsselt. Zur Identifikation von gewichtsvariablen Endverbrauchereinheiten dienen spezielle nationale GS1 Lösungen, die in Österreich großteils mit den von GS1 Austria zentral vergebenen HPID- (Hersteller Produkt Identifikation) Codes gelöst werden.
Kommunikation
Neben den eindeutigen Identifikationsnummern auf den Handelseinheiten können mit dem weltweit eindeutigen GS1-128 (EAN-128) Strichcodestandard für den Wareneingang/-ausgang zur GTIN noch zusätzlich relevante Informationen verschlüsselt werden. Bei Obst und Gemüse sind dies meist das Abpackdatum, falls gewichtsvariabel ein variables Gesamtgewicht sowie eine Chargennummer. Paletten werden mittels SSCC, der eindeutigen 18-stelligen seriellen Nummer gekennzeichnet. Wird parallel zu den Waren auch ein elektronischer Lieferschein (EANCOM Nachricht - DESADV) via EDI versendet, ist der SSCC als Zugriffsschlüssel zu allen weiteren Daten bereits ausreichend. Gibt es keinen elektronischen Datenaustausch zwischen den Handelspartnern, muss zusätzlich zum SSCC weitere Information im GS1-128 (EAN-128) verschlüsselt werden.
In Zusammenarbeit mit dem österreichischen Lebensmittelhandel und der heimischen Frischeindustrie hat GS1 Austria - unter Berücksichtigung internationaler GS1 Empfehlungen - Lösungen für den Frischebereich erarbeitet, die bereits erfolgreich in die Praxis umgesetzt sind. Darin werden die Prozesse beginnend bei der Kennzeichnung von Endverbraucherebene bis hin zur Kennzeichnung logistischer Einheiten (z.B. Palette) aufgezeigt.
! Die Lösungen werden im österreichischen Lebensmittelhandel von Adeg, Billa, Hornig, Merkur, Metro, M-Preis, Kastner, Penny, Pfeiffer, Wedl, Spar und Zielpunkt unterstützt. Die Empfehlungen von GS1 Austria können den direkten Kontakt zu den Abnehmern nicht ersetzen. !

