Wussten Sie, dass das Gewürz Safran vom 15. bis zum späten 19. Jahrhundert in Österreich großflächig angebaut wurde? Dennoch erfolgen aktuell 90 % des weltweiten Safran-Anbaus im Iran.
Diese Information aus einer Fernsehdokumentation von 2019 beschäftigte die Salzburgerin Monika Wölfler so sehr, dass sie ihren Bruder, den Landwirt Leo Mayerhofer bat, auf einer kleinen Versuchsfläche Safran anzubauen.
Und siehe da: Das neblige Klima des Pinzgaus bot tatsächlich die idealen Voraussetzungen und ließ die Safranknollen sprießen. Inzwischen sind es 1.200 m2 Fläche, die am Ottinghof mit Safran bepflanzt werden, woraus vergangenes Jahr schließlich die Marke „Safran Leogang GmbH“ entstand.
Einmal jährlich im Herbst – öfter kann Safran nicht geerntet werden – treffen die Familien Mayerhofer und Wölfler von der Oma bis zum Kleinkind zusammen, um gemeinsam und in Handarbeit die höchst filigranen Safranblüten zu ernten.
Neue Produkte und neue Märkte
Neben dem hochwertigen Bio-Safran mit begeisterten Abnehmern aus der heimischen Spitzengastronomie entwickelt die Safran Leogang GmbH seit vergangenem Jahr auch eigene Safran-Produkte, wie etwa den inzwischen Falstaff-prämierten Safran Vodka.
Mit der Einführung dieses Produkts kamen für das „rote Gold“ schließlich auch ein paar schwarze Striche ins Spiel …
GS1 Standards schaffen die Grundlage für Wachstum
„Der Safran Vodka hat eine einzigartige Premiumqualität, weshalb wir von Anfang an professionell für eine weitflächige Vermarktung gerüstet sein wollten“, so Carina Wölfler, Geschäftsführerin der Safran Leogang GmbH. „Daher war klar, dass dieses Produkt mit einer weltweit eindeutigen Kennzeichnung versehen sein muss.“
Dazu wandte sich Carina Wölfler an GS1 Austria und erwarb das Basisservice GS1 Connect, „das uns unkompliziert und rasch zum Strichcode führte und mit dem jeder Kunde weltweit nun dieselbe Info zu unseren Produkten hat“.
In Kürze wird unter der Marke „Safran Leogang GmbH“ auch eine eigene Kosmetiklinie auf den Markt gebracht. „Schließlich hat bereits Cleopatra für ihre Schönheit in Safran gebadet“, so Carina Wölfler. Um künftig noch mehr Kunden bedienen zu können, ist bei den Familien Mayerhofer und Wölfler außerdem der weitere Ausbau der Anbaufläche auf rund 3.500 m2 geplant.
Dank klarer Kennzeichnung ist jedenfalls ein erfolgreicher Weg für das rote Gold aus Leogang weit über die Grenzen des Pinzgaus hinaus geebnet.