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Soccerloop: Mit Strichcode in den Handel

Von offenen Schuhbändern zur Geschäftsidee: Mit dem Soccerloop entwickelte Viktoria Rokos eine praktische Lösung für den Fußballplatz und brachte sie mithilfe von GS1 Standards Schritt für Schritt auf den Markt.

Praxis & Lösungen
Lesezeit3 Min.
VeröffentlichtOktober 2026

Das Soccerloop ist ein elastisches Band, das über den gebundenen Fußballschuh gezogen wird und die Schuhbänder sicher an ihrem Platz hält. Was zunächst für den Einsatz am Fußballplatz gedacht war, fand bald seinen Weg in unterschiedliche Vertriebskanäle. Für die eindeutige Kennzeichnung der Produkte setzt Viktoria Rokos auf GTIN (Global Trade Item Number) und Strichcodes von GS1 Austria.

Die Idee hinter Soccerloop


Viktoria Rokos, Geschäftsführerin von LoopFever FlexCo, spielt seit rund 30 Jahren Fußball und trainiert heute die Damenmannschaft im niederösterreichischen Kapellerfeld. Zuvor war sie als Kindertrainerin aktiv und stellte dabei fest: Immer wieder musste das Training wegen offener Schuhbänder unterbrochen werden. Gemeinsam mit einem damaligen Kollegen entwickelte sie deshalb das Soccerloop: ein elastisches Band, das über den gebundenen Fußballschuh gezogen wird und die Schuhbänder dort hält, wo sie hingehören. Das robuste und waschbare Accessoire wurde auf Rasen, Kunstrasen und in der Halle getestet.

Vom Fußballplatz in den Verkauf


Doch das Soccerloop kann nicht nur am Schuh, sondern auch als Fanarmband am Handgelenk getragen und individuell gestaltet werden. Vereinsfarben, Logos oder Sponsorenbotschaften machen das Produkt zudem für Fußballvereine und Veranstaltungen interessant. Einen größeren Auftritt hatten Soccerloops 2024 rund um die Fußball-Europameisterschaft: Das Produkt wurde in der Wiener Fanzone präsentiert und war gleichzeitig an drei ausgewählten BILLA-Standorten erhältlich. Neben der Direktvermarktung über Vereine und Veranstaltungen entschied sich Rokos schließlich, Soccerloops auch über Amazon anzubieten.

Eindeutig gekennzeichnet für alle Vertriebskanäle


Für den Verkauf über unterschiedliche Vertriebskanäle mussten die Produkte eindeutig identifizierbar sein. Dafür wandte sich Rokos an GS1 Austria. Über das Basisservice GS1 Connect erhielt sie die benötigten Nummern für ihre Produkte und konnte Strichcodes für die verschiedenen Artikel erstellen. Die GTIN dient dabei als eindeutige Artikelnummer und spielt auch beim Verkauf über Amazon eine wichtige Rolle. Der Strichcode macht die Nummer maschinenlesbar und ermöglicht damit die eindeutige Identifikation eines Produkts.

Ein Standard für Handel und Onlinehandel


Geschäftsführerin Rokos schätzte sehr, „dass die Abwicklung bei GS1 vollständig online möglich war und die Anwendung der Codes auch für unterschiedliche Varianten der Artikel unkompliziert funktionierte“. Verglichen mit den Hürden beim Einstieg in den Onlinehandel empfand sie den klar geregelten Prozess als besonders angenehm: „Ich wünschte, auch beim Eintritt in den Onlinehandel gäbe es so klare Richtlinien – da funktioniert das leider nicht so einfach.“
 

Viktoria Rokos © V.Rokos/LoopFever FlexCo

GS1 Standards sind nicht an einen bestimmten Vertriebskanal gebunden. Sie sind universell einsetzbar – egal ob bei BILLA oder im Onlinehandel.

Viktoria Rokos, Geschäftsführerin LoopFever FlexCo

Aus Soccerloop wird Cashlessloop


Inzwischen hat Rokos die Idee des Armbands weiterentwickelt. Aus dem Soccerloop entstand das Cashlessloop, ein wiederverwendbares RFID-Armband, das digitale Anwendungen integriert. Es kann kontaktloses Bezahlen ermöglichen und um Funktionen wie Zutrittskontrolle, Guthaben- oder Bonusprogramme ergänzt werden. Das wasserfeste Armband lässt sich individuell branden und ist für den wiederholten Einsatz konzipiert. Damit kommen als mögliche Einsatzgebiete neben Sportstätten auch Festivals und Events, Freizeitparks, Thermen und Bäder, Fitnessangebote, Firmenveranstaltungen sowie Tourismusbetriebe infrage.

Die nächsten Schritte für LoopFever


Die Onlinevermarktung soll nun weiter ausgebaut werden. Gleichzeitig will Rokos den Vertrieb des Cashlessloop am österreichischen Markt vorantreiben, etwa bei Events, in Stadien oder Hotels. Was mit offenen Schuhbändern am Fußballplatz begann, hat sich somit Schritt für Schritt weiterentwickelt: vom Soccerloop zum Verkaufsprodukt und schließlich zum Cashlessloop mit digitalen Anwendungsmöglichkeiten. Am Ball bleiben zahlt sich eben aus.

 

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