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2D Codes im Praxistest

dm und Beiersdorf testen gemeinsam mit GS1 Germany den QR Code mit GS1 Digital Link im Kassiervorgang. Das Pilotprojekt zeigt, wie Handel und Industrie die nächste Generation der Produktkennzeichnung Schritt für Schritt in die Praxis bringen und macht das Potenzial von 2D Codes am POS deutlich.

Praxis & Lösungen Standards & Digitalisierung Konsumgüter Identifikation 2D Codes
Lesezeit4 Min.
VeröffentlichtJuli 2026

dm testet 2D Codes an der Kasse

2D Codes sind längst kein Zukunftsthema mehr. In ausgewählten dm-Märkten in Deutschland wird derzeit getestet, wie sich QR Codes mit GS1 Digital Link im Kassiervorgang verarbeiten lassen. 

Mit dabei ist Beiersdorf: Produkte der Marke 8X4 tragen bereits die Barcodes der neuen Generation und liefern damit wichtige Erkenntnisse für den praktischen Einsatz moderner Identifikationsstandards im Drogeriesegment. Für dm ist der Test ein gezielter Schritt in Richtung 2D-Migration. 

Sobald die Standards mit Industriepartnern verlässlich umgesetzt und geprüft sind, schafft das Unternehmen die Grundlage für die Entscheidung über einen möglichen nationalen Roll-out. 

 

Egal, ob Konsumenten, Einzelhandel oder Behörden

Das Interesse an Produktinformationen entlang der gesamten Lieferkette steigt. 2D Codes eröffnen dabei neue Möglichkeiten, wie mehr Informationen dargestellt werden können.

2D Codes: Alles, was Sie wissen müssen

Handel und Industrie treiben die 2D-Migration gemeinsam voran

Das Pilotprojekt zeigt vor allem eines: Die Umstellung auf 2D Codes ist kein rein technisches Projekt. Sie braucht gemeinsame Standards, abgestimmte Prozesse und ausreichend Vorlauf. 

Konkrete Anwendungen und ihre Umsetzung erfordern sorgfältige Planung, Abstimmung und ausreichenden Vorlauf – dies ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur flächendeckenden Einführung.

Roman Melcher, dm-Geschäftsführer, verantwortlich für dmTECH

Damit rückt eine zentrale Frage in den Fokus: Wie lassen sich die neuen Codes so einsetzen, dass sie an der Kasse genauso reibungslos funktionieren, wie die bisherigen und gleichzeitig zusätzliche Informationen verfügbar machen?

8X4 bringt den GS1 Digital Link aufs Produkt

Beiersdorf zählt mit den Deodorants der Marke 8X4 zu den ersten Industriepartnern im dm-Pilotprojekt. Die Produkte sind mit einem QR Code mit GS1 Digital Link ausgestattet. So können auch Kunden den Code per Smartphone scannen und erhalten Zugang zu markenspezifischen Informationen, zugleich bleibt derselbe Code für den Kassiervorgang nutzbar. Ein „Scan me“-Hinweis auf der Verpackung soll die Aktivierung zusätzlich erleichtern. 

Der neue GS1 Standard für 2D Codes mit GS1 Digital Link verbindet unsere Produkte erstmals nahtlos mit digitalen Informationen und eröffnet unseren Marken neue Möglichkeiten der Interaktion mit Verbrauchern.

Christian Haensch, Geschäftsführer der Beiersdorf AG für Deutschland und die Schweiz

Ein Code für Checkout und Consumer Engagement

Gerade beim QR Code mit GS1 Digital Link zeigt sich, wohin die Entwicklung geht. Während der Code an der Kasse die benötigten Produktdaten bereitstellen kann, eröffnet er Konsumenten zugleich den Zugang zu digitalen Produktinformationen. 

Christian Lauer, Experte für 2D Codes bei GS1 Austria, sieht darin einen wichtigen Unterschied zu anderen 2D Anwendungen:

Während der GS1 DataMatrix vor allem für B2B-Informationen wie Chargennummern, Mindesthaltbarkeitsdaten oder verordnungsrelevante Angaben eingesetzt wird, schlägt der QR Code mit GS1 Digital Link auch die Brücke zu den Konsumenten. Hier geht es zusätzlich noch um Consumer Engagement.

Christian Lauer, GS1 System & Experte für 2D Codes, GS1 Austria

Moderne Scanner machen den Checkout 2D-ready

Damit 2D Codes im Handel funktionieren, müssen auch die Kassensysteme entsprechend vorbereitet sein. dm setzt dafür auf Scanner mit Imager-Technologie. Diese erfassen Barcodes wie eine Digitalkamera als Bild, erkennen die typischen Markierungen des QR Codes und wandeln die Pixelstruktur in digitale Informationen um. 

 

Podcast-Tipp

Wie gut sind unsere Kennzeichnungssysteme auf die Implementierung von 2D Codes vorbereitet und welche Technologien sind jetzt gefragt? CASH-Fachredakteur Karl Stiefel war im Gespräch mit Frank Debusmann (REA Elektronik GmbH).

2D Codes im Handel: Das muss die Kennzeichnung leisten

Die ersten Erfahrungen aus dem Pilotprojekt fallen positiv aus. Laut Beiersdorf liegt die Lesbarkeit der 2D Codes an der Kasse auf dem Niveau klassischer Barcodes. Gleichzeitig zeigt der Test, dass stabile Checkout-Prozesse und digitale Informationen für Konsumenten miteinander vereinbar sind. 

Schrittweise zum neuen Standard

Die Einführung der 2D Codes befindet sich derzeit in einer Übergangsphase, in der lineare Strichcodes wie der EAN-13 weiterhin genutzt und 2D Codes zusätzlich auf Produkten angebracht werden können. Mittel- bis langfristig sollen 2D Codes den bisherigen Strichcode am Point of Sale in gewissen Bereichen ablösen. 

Das Pilotprojekt von dm, Beiersdorf und GS1 Germany zeigt, wie dieser Wandel gelingen kann: nicht als plötzlicher Systemwechsel, sondern als gut vorbereitete Entwicklung, die von Handel, Industrie und GS1 gemeinsam getragen wird.

 

Weitere Anwendungen von 2D Codes in der Praxis

GTIN, Verfallsdatum, Seriennummer und vieles mehr … All diese Informationen können in 2D Codes verschlüsselt werden. In welchen Branchen kommen 2D Codes zum Einsatz und welche Unternehmen setzen ihr Potential erfolgreich ein? 

2D Codes in der Praxis: Erfolgreiche Use-Cases

2D Codes in der Praxis

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