Glossar

Das GS1 Glossar hilft Ihnen, sich schnell mit den Begrifflichkeiten aus der GS1 Welt zurecht zu finden. Wählen Sie einen gewünschten Buchstaben, um gezielt zur Information zu gelangen.

Für das technische Glossar GS1 Standards wählen Sie bitte den Auszug aus den Allgemeinen GS1 Spezifikationen.

Absatzbedarfsplanung

Definition:

Zeitlich abgestimmte Versorgung mehrerer Vertriebsstellen im Rahmen einer oder mehrerer Lieferphasen unter Berücksichtigung optimaler Bezugsquellen, Transportlasten und -methoden sowie von Lagerbeständen.

Absatzweg

Definition:

Weg der Waren oder Eigentumsrechte an den Waren vom Hersteller bis zum Endbenutzer, wodurch die Art der beteiligten Händler (zum Beispiel Großhändler, Einzelhändler) bestimmt wird.

AIDC

Abkürzung für:

Automatic Identification and Data Capture

Die Technologie zur automatischen Erfassung von Daten. Automatic Identification and Data Capture (AIDC) Technologien beinhalten Strichcodesymbole und 2D Symbole, Smart Cards, Biometrie und RFID.

Allgemeine GS1 Spezifikationen

Definition:

Die Allgemeinen GS1 Spezifikationen (ein ca. 500 seitiges Basisdokument) beschreiben detailliert die GS1 Standards. Es werden die GS1  Identifikationsschlüssel, die GS1 Strichcodes und 2D Codes und deren Anwendungen beschrieben.

Alphanumerisch

Definition:

Beschreibt einen Zeichensatz, der aus Buchstaben, Zahlen oder anderen Zeichen, wie Interpunktionszeichen, besteht.

Application Identifier (AI)

Definition:

Die Application Identifier (AI), in Deutschland auch Datenbezeichner genannt, sind zwei- bis vierstellige Ziffern am Beginn eines Datenelementes, die das Format und die Bedeutung des nachfolgenden Datenfeldes oder der nachfolgenden Datenfelder eindeutig festlegen.

Artikelbezug

Definition:

Der Teil der Global Trade Item Number (GTIN), der vom Markeninhaber vergeben wird, um eine Handelseinheit des jeweiligen Unternehmens eindeutig mit einer GTIN zu identifizieren.

Auftragsbearbeitung

Definition:

Der gesamte Verwaltungsablauf vom Eingang der Bestellung bis zur Rechnungslegung.

Automatic Identification and Data Capture

Definition:

Die Technologie zur automatischen Erfassung von Daten. Automatic Identification and Data Capture (AIDC) Technologien beinhalten Strichcodesymbole und 2D Symbole, Smart Cards, Biometrie und RFID.

B2B

Abkürzung für:

Business-to-Business

Steht für Geschäftsbeziehungen zwischen Unternehmen.

B2C

Abkürzung für:

Business-to-Consumer

Steht für Kommunikations- und Handelsbeziehungen zwischen Unternehmen und Privatpersonen (Konsumenten).

B2G

Abkürzung für:

B2G (Business-to-Government) steht für Kommunikationsbeziehungen zwischen Unternehmen und Behörden. Der Sektor umfasst alle Beziehungen eines Unternehmens zu öffentlich-rechtlichen Institutionen.

Barcode

Begriff für:

Der Begriff "Barcode" ist gleichbedeutend mit dem Begriff "Strichcode".

Ein Strichcode ist ein Symbol, das Daten in ein maschinenlesbares Muster von parallel angrenzenden, in der Breite variierenden, dunklen Strichen und hellen Lücken verschlüsselt.

Behältertyp

Definition:

Der Teil in einem GRAI (Global Returnable Asset Identification), der durch den Inhaber der GS1 Basisnummer vergeben wird, um unterschiedliche Typen von Transportbehältern eindeutig mit einem GRAI zu identifizieren.

Beschaffung

Definition:

Beschaffung von Gütern meint die Kontrolle über die Verfügbarkeit und/oder Bestellung von Waren bei einem externen Lieferanten.

Beschaffungszeit

Definition:

Die gesamte Zeit zwischen der Feststellung, dass ein Produkt nachbestellt werden muss, und der erneuten Verfügbarkeit des Produkts.

Bewegungsdaten

Definition:

Bewegungsdaten haben eine hohe Austauschfrequenz und meistens einen punktuellen Zeitbezug (Gültigkeitsdatum). Typische Anwendung sind EDI Daten im Replenishmentverfahren. Bewegungsdaten führen zur Änderung von Bestandsdaten (z.B. Lagerzugangs-/-abgangsdaten).

Bullwhip Effekt

Definition:

Unterschiedliche Bedarfsverläufe beziehungsweise kleine Veränderungen der Endkundennachfrage können zu Schwankungen der Bestellmengen führen, die sich entlang  der logistischen Kette wie ein Peitschenhieb aufschaukeln. Mangelnder Informationsfluss zwischen den beteiligten Unternehmen in der logistischen Kette führt zu diesem Effekt.

Chargen-/Losnummer

Definition:

Die Chargen- oder Losnummer bezieht sich auf Informationen des Herstellers, die zur Rückverfolgung eines Produktes notwendig sind.

Code 128

Definition:

Code 128 ist eine unabhängige Strichcodesymbologie, die den GS1 Application Identifier Standard inklusive Funktionszeichen 1 (FNC1) unterstützt.

Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment (CPFR)

Definition:

Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment (CPFR) ist ein branchenübergreifendes Geschäftsmodell zur Optimierung von Planungsprozessen auf Basis transparenter Informationen zwischen allen Beteiligten der Lieferkette.

CPFR

Abkürzung für:

siehe Collaborative Planning, Forecasting and Replenishment

Cross-Docking

Definition:

Bewegungsdaten haben eine hohe Austauschfrequenz und meistens einen punktuellen Zeitbezug (Gültigkeitsdatum). Typische Anwendung sind EDI Daten im Replenishmentverfahren. Bewegungsdaten führen zur Änderung von Bestandsdaten (z.B. Lagerzugangs-/-abgangsdaten).

CRP

Abkürzung für:

Continuous Replenishment Programm (CRP) betrachtet die Lagerbestände in der gesamten Lieferkette und zielt auf eine Minimierung von Schwund, Lieferzeit und Lagerhaltungskosten ab. CRP bedeutet somit eine kontinuierliche Auffüllung von Warenbeständen auf Basis aktueller Nachfragedaten, für die der Lieferant verantwortlich ist.

DataMatrix

Definition:

Der DataMatrix ist eine unabhängige zweidimensionale Matrixsymbologie, die aus quadratischen Modulen besteht, welche innerhalb eines einfassenden Suchmusters angeordnet sind. Data Matrix ECC 200 ist die einzige Version der Familie der Data Matrix Symbole, die den GS1 Application Identifier Standard, inklusive Funktionszeichen 1 (FNC1), unterstützt. Data Matrix Symbole können von 2D Bildscannern oder Kamerasystemen gelesen werden.

Datenelement

Definition:

Ein Datenelement ist die Kombination eines GS1 Application Identifier und GS1 Application Identifier Datenfeldes.

Datenfeld

Definition:

Ein Datenfeld ist ein Feld, das eine GS1 Identifikationsnummer oder Attribute enthält.

Datenträger

Definition:

Datenträger sind ein Hilfsmittel zur Darstellung von Daten in maschinenlesbarer Form und werden zum automatisierten Lesen von Datenelementen, wie von GS1 festgelegt, verwendet. Datenträger sind Strichcodes, 2D Codes und RFID Tags.

DESADV

Abkürzung für:

DESADV ist die Abkürzung für „despatch advice“ und bezeichnet eine nach EANCOM® standardisierte elektronische Liefermeldung. Sie ermöglicht die Beschreibung der jeweiligen Sendung und enthält Einzelheiten über die Waren, die geliefert wurden oder zur Lieferung bereitstehen. Darüber hinaus informiert sie über die rechtzeitige oder verspätete Ankunft der Ware und ermöglicht es dem Empfänger damit, bestimmte Vorkehrungen zu treffen. Nicht nur DESADV als Einzelbestandteil, sondern sämtliche Geschäftsprozess – von der Katalogbestellung über die Lieferung bis hin zur Zahlung – können mit GS1 Standards elektronisch abgewickelt werden.

Direct Part Marking (DPM)

Begriff für:

Direct Part Marking (DPM) bedeutet Direktmarkierung und bezieht sich auf den Prozess des Anbringens eines Symbols auf einem Gegenstand (durch z.B. Lasern, Ätzen o.Ä.).

Direktmarkierung

Definition:

Direktmarkierung (DPM) bezieht sich auf den Prozess des Anbringens eines Symbols auf einem Gegenstand (durch z.B. Lasern, Ätzen o.Ä.).

Dokumenttyp

Definition:

Dokumententyp ist der Teil in einem GDTI (Global Document Type Identifier), der durch den Markeninhaber vergeben werden kann, um verschiedene Typen von Dokumenten mit einem eindeutigen GDTI zu identifizieren.

DPM

Abkürzung für:

Direct Part Marking (DPM) bedeutet Direktmarkierung und bezieht sich auf den Prozess des Anbringens eines Symbols auf einem Gegenstand (durch z.B. Lasern, Ätzen o.Ä.).

EAN-13

Definition:

EAN-13 ist ein Strichcode der EAN/UPC Symbologie, der eine 13-stellige Nummer verschlüsselt.

EAN-8

Definition:

EAN-8 ist ein Strichcode der EAN/UPC Symbologie, der eine 8-stellige Nummer verschlüsselt.

EAN/UPC Symbologie

Definition:

EAN/UPC ist eine Familie von Strichcodesymbolen, bestehend aus EAN-8, EAN-13, UPC-A und UPC-E Strichcode.

EANCOM® Nachrichten

Definition:

Dies ist ein weltweit eindeutiger GS1 Standard für den Elektronischen Datenaustausch (EDI) von Geschäftsdokumenten.

EAS

Abkürzung für:

Elektronische Artikelsicherung (EAS) ist eine Präventionslösung zur Vermeidung von Diebstählen und Manipulationen durch Etikettenveränderung oder Verpackungsaustausch in Einzelhandelsgeschäften.

eBilling

Definition:

eBilling (e-Invoice oder auch Electronic Invoicing) bezeichnet im EDI-Umfeld den sicheren und zuverlässigen Versand elektronischer Rechnungen, vorwiegend im strukturierten Format GS1 EANCOM®.

eCom

Definition:

eCom bezeichnet die Umwandlung von herkömmlicher papiergebundener bzw. unstrukturierter Datenübermittlung bei geschäftlichen Vorgängen (z.B. Bestellungen per Brief oder Fax) in elektronische, standardisierte und damit automatisch verarbeitbare Nachrichten.

ECR

Abkürzung für:

ECR (Efficient Consumer Response) ist eine von Lieferanten und Handel gemeinsam betriebene Initiative zur Optimierung der gesamten Versorgungskette mit dem Ziel, zusätzlichen Kundenwert im Sinne niedrigerer Kosten, besserer Kundendienstleistungen, höherer Qualität und größerer Vielfalt zu schaffen. Mehr Informationen finden Sie unter http://www.ecr-austria.at.

EDI

Abkürzung für:

Electronic Data Interchange (EDI) ist der Austausch von Geschäfts- und Handelsdaten, strukturiert nach einheitlichen Standards zwischen Anwendungsprogrammen verschiedener Unternehmen, mittels Telekommunikation zur maschinellen Weiterverarbeitung.

EDIFACT

Abkürzung für:

Electronic Data Interchange for Finance, Administration, Commerce and Transport (EDIFACT/UN) bezeichnet einen globalen und branchenübergreifenden Nachrichtenstandard für den Elektronischen Datenaustausch (EDI), der Ende der achtziger Jahre durch die Vereinten Nationen entwickelt wurde. UN/EDIFACT umfasst über 200 verschiedene Nachrichtentypen und wird von mehr als 300.000 Unternehmen weltweit eingesetzt.

Efficient Consumer Response

Definition:

ECR( Efficient Consumer Response) ist eine von Lieferanten und Handel gemeinsam betriebene Initiative zur Optimierung der gesamten Versorgungskette mit dem Ziel, zusätzlichen Kundenwert im Sinne niedrigerer Kosten, besserer Kundendienstleistungen, höherer Qualität und größerer Vielfalt zu schaffen. Mehr Informationen finden Sie unter http://www.ecr-austria.at.

Efficient Unit Load Empfehlungen

Definition:

Efficient Unit Load Empfehlungen beziehen sich auf jegliche Maßnahmen, um einerseits Lagereinrichtungen, Umschlagplätze und Laderäume weitestgehend einheitlich zu gestalten. Andererseits handelt es sich dabei auch um Empfehlungen für Verpackungsarten und deren Kennzeichnung.

Egalisierte Handelseinheit

Definition:

Eine standardisierte (egalisierte) Handelseinheit ist eine nach bestimmten Merkmalen (Größe, Gewicht, Inhalt, Verpackung, etc.) vordefinierte Einheit, die an einem beliebigen Punkt der Versorgungskette verkauft werden kann.

Eigenmarken

Definition:

Eigenmarken sind Produkte, deren Markenzeichen sich in der Inhaberschaft eines Handelsunternehmens/Handelsorganisation befindet.

Eingeschränkter Nutzungsbereich

Definition:

Eingeschränkter Nutzungsbereich bedeutet, dass solchermaßen beschriebene GS1 Systemdaten zu Gütern nur in bestimmten Bereichen, wie einem Land, einem Unternehmen oder einer Branche, verarbeitet werden dürfen. Dieser eingeschränkte Nutzungsbereich wird durch die jeweiligen nationalen GS1 Mitgliedsorganisationen angegeben.

Electronic Data Interchange

Definition:

Electronic Data Interchange (EDI) ist der Austausch von Geschäfts- und Handelsdaten, strukturiert nach einheitlichen Standards zwischen Anwendungsprogrammen verschiedener Unternehmen, mittels Telekommunikation zur maschinellen Weiterverarbeitung.

Electronic Product Code

Definition:

Electronic Product Code (EPC) ist ein Identifikationsschema für die universelle Identifikation physischer Objekte (wie Handelseinheiten, Behälter und Lokationen) mittels RFID-Tags (Radiofrequenz Transponder) und zusätzlichen Mitteln. Die standardisierten EPC Daten bestehen aus dem EPC, der ein individuelles Objekt eindeutig identifiziert, und optional wählbaren Filterwerten, die notwendig sind, um eine effiziente und rasche Auslesung der EPC Daten zu ermöglichen.