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Nummern & Strichcodes

GS1-128

Auch: EAN-128, UCC/EAN-128, Barcode

Der GS1-128 Strichcode ist für die Verschlüsselung von Daten geeignet, die über die reine Produktidentifikation hinausgehen, beispielsweise Charge, Datum oder Gewicht. Die Nutzung des GS1-128 ist insbesondere im logistischen Bereich angesiedelt.

Verwendung

GS1-128 Strichcodes sind sehr flexibel in der Konfiguration und dadurch für viele verschiedene Anforderungen und Anwendungen geeignet. Die GS1-128 Symbologie kann von den meisten handelsüblichen Scannern gelesen werden, ist allerdings für den Einsatz am POS nicht freigegeben.

Eigenschaften & Aufbau

  • Code-128 Strichcode mit FNC1 Zeichen

  • Verschlüsselung von maximal 48 alphanumerischen Nutzzeichen

  • Symbolzeichen nach ISO/IEC 646.

  • Variable Stellenanzahl der verschlüsselten Daten

  • Verwendung des Application Identifier (AI) Standards

  • Bilateral lesbar

  • Linke und rechte Hellzone, 10 mal dem X-Modul

Anwendungsbeispiele

Der GS1-128 Strichcode wird beispielsweise für folgende Anwendungen benutzt: 

Standardisierte Handelseinheit, Verschlüsselung einer GTIN-13 (9099999543217) mit Mindesthaltbarkeitsdatum (21.05.2022) und Chargennummer (Abc123). 

 

Variable Handelseinheit, Verschlüsselung einer GTIN-14 (99099999543210, mit Indikator 9 für variable Einheiten) mit Nettogewicht (1,125 kg), Mindesthaltbarkeitsdatum (21.05.2022) und Chargennummer (Abc123).

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Transportetikett mit standardisierten Handelseinheiten

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Abmessungen

Die Abmessungen von Strichcodes sind von der jeweiligen Anwendungsumgebung abhängig. Als X-Modul wird die Breite des schmalsten Elements (Strich oder Lücke) eines Symbols bezeichnet.

Symbolplatzierung

 

 

 

So sieht die richtige Symbolplatzierung des GS1-128 auf einem Umkarton aus.

So sieht die richtige Symbolplatzierung des GS1-128 auf einer Palette aus.

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Häufig gestellte Fragen und Antworten

Wo liegt der Unterschied zwischen EAN-128 und GS1-128?

„EAN-128“ bzw. „UCC/EAN-128“ ist die alte Bezeichnung der Strichcodesymbologie GS1-128, es besteht kein Unterschied.

Muss ich GS1 Kunde sein, um den GS1-128 Strichcode verwenden zu können?

Nein. Die Mitgliedschaft bei einer GS1 Organisation ist notwendig, um eigene GS1 Identifikationsnummern bilden zu können (GTIN, GLN, SSCC).

Können handelsübliche Scanner den GS1-128 überhaupt lesen?

Ja. Marktübliche Lesegeräte können GS1-128 Strichcodes auslesen. Ein Unternehmen, welches die GS1-128 Strichcodetechnik nutzen möchte, muss lediglich die Schnittstelle zu den Inhouse-EDV-Anwendung entsprechend um- bzw. einstellen.

Wann macht der Einsatz des GS1-128 Sinn?

Die Warenverfolgung von Transporteinheiten ist eine der Hauptanwendungen des GS1-128 mit dem SSCC. Eine weitere Anwendung ist die Identifikation von Handelseinheiten und die Verschlüsselung von Zusatzinformationen zu dieser Handelseinheit, z.B. Chargennummer, Herstellungs-/Verfallsdatum, Gewicht, etc.

Wo liegt der Unterschied zwischen GS1-128 und dem Code 128?

Das GS1-128 Symbol ist eine Untergruppe des Code 128 und unterscheidet sich durch ein FNC1-Zeichen nach dem Startzeichen. Der GS1-128 arbeitet mit dem GS1 Application Identifier Standard, um den Dateninhalt des Strichcodes eindeutig zu definieren.

Welche Reihenfolge ist bei der Verkettung von Datenelementen zu wählen?

Grundsätzlich kann die Reihenfolge bei der Verkettung von Datenelementen frei bestimmt werden. Die GS1 Identifikationsnummer (GTIN, SSCC, …) sollte vor den Attributen (Charge, Gewicht, Datum, …) stehen. Datenelemente mit vordefinierter Länge sollten vor Datenelementen mit variabler Länge stehen.

Können auf dem Etikett auch Informationen untergebracht werden, die rein unternehmensinterne Bedeutung haben?

Ja, unternehmensinterne (Steuerungs-)Informationen können mittels der GS1 Application Identifier 91-99 angebracht werden. Der Code, der dieses Datenelement enthält, sollte vor Verlassen des Zuständigkeitsbereichs des Unternehmens entfernt werden.

Können beliebig viele Datenelemente durch die Verkettungstechnik miteinander verknüpft werden?

Nein. Es gibt zwei Beschränkungen: 1. Die Gesamstsymbollänge inklusive Hellzonen darf 165,1 mm nicht überschreiten. 2. Die maximale Anzahl an Nutzdatenzeichen beträgt 48 (inkl. AI und FNC1-Trennzeichen).

Wie groß oder klein darf ein GS1-128 Symbol sein?

Die Breite dieser Symbole hängt vom X-Modul und vom Dateninhalt ab. Das min. X-Modul (die Breite des schmalsten Elements – Balken oder Lücke – im Strichcode) für die Logistik beträgt 0,495 mm. Die Balkenhöhe sollte in der Logistik 31,75 mm nicht unterschreiten. Ein Strichcodesymbol sollte immer den allgemeinen GS1 Spezifikationen entsprechen. Wichtige Hinweise bietet die Broschüre „Strichcodequalität“.

Meine Druckersoftware erlaubt nur die Wahl eines bestimmten Zeichensatzes innerhalb des GS1-128 bzw. Code 128 (A, B oder C). Welchen soll ich wählen?

Bei einer ungeraden Anzahl von Ziffern oder bei alphanumerischen Zeichen ist die Nutzung nur eines Zeichensatzes suboptimal. Die Wahl der optimalen Zeichensatzfolge (kürzest möglicher Strichcode) inkl. der Start-, Code- und Umschalt-Zeichen sollte von der Drucksoftware automatisch vorgenommen werden. Bei Verschlüsselung rein numerischer, geradstelliger Daten sollte Zeichensatz C gewählt werden – der Strichcode verkürzt sich.

Strichcodeprüfservice

Wollen Sie sichergehen, dass Ihr GS1 Strichcode gelesen werden kann? Lassen Sie ihn von GS1 Austria überprüfen.

Downloads & Zusatzinfos

Downloads & Zusatzinfos

GS1 Spezifikationen GS1-128

Struktur, Eigenschaften und Verschlüsselung vom GS1-128

GS1 Spezifikationen Transportetikett

Hinweise zur Gestaltung des GS1 Transportetiketts

GS1 Spezifikationen Symbolplatzierung

Allgemeine GS1 Spezifikationen Symbolplatzierung

GS1 Spezifikationen ISO646

Allgemeine GS1 Spezifikationen ISO646

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