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Nummern & Strichcodes

GS1 DataBar

Auch: RSS, Reduced Space Symbology, Barcode

Der GS1 DataBar Strichcode steht unter anderem als Ergänzung zum EAN-13 Strichcode zur Auszeichnung von Endverbrauchereinheiten zur Verfügung. Er benötigt weniger Platz als der EAN-13 und kann neben der Artikelnummer (GTIN) auch Zusatzinformationen (Datum, Gewicht, Charge) abbilden.

Verwendung

Der GS1 DataBar erweitert das bewährte Spektrum der bisherigen Produktkennzeichnung. Zusatzinformationen, Mehrsprachigkeit, Reduktion der Labelgröße und die Kennzeichnung von sehr kleinen Artikeln wird damit einfacher als bisher und erstmals am POS möglich.

Eigenschaften

  • Den GS1 DataBar gibt es in 7 Versionen, in der Praxis hat der GS1 DataBar Expanded mit Zusatzinformationen am meisten Relevanz. 

  • Verschlüsselung von maximal 74 numerischen oder 41 alphanumerischen Zeichen.

  • Symbolzeichen nach ISO/IEC 646.

  • Variable Stellenanzahl der verschlüsselten Daten.

  • Verwendung des Application Identifier (AI) Standards.

  • Richtungs- und lageunabhängig (omnidirektional) lesbar, daher gibt es ein definiertes Verhältnis zwischen Breite und Höhe.

  • Keine Hellzone.

Anwendungsbeispiele

Der GS1 DataBar Strichcode wird beispielweise für folgende Anwendungen benutzt:

 

 

 

Standardisierte Endverbrauchereinheit, Verschlüsselung einer GTIN-13 (9099999543217) mit Mindesthaltbarkeitsdatum (21.05.2017).

 

 

 

Variable Endverbrauchereinheit, Verschlüsselung einer GTIN-13 (9099999543217) mit Nettogewicht (0,739 kg) und Mindesthaltbarkeitsdatum (21.05.2018).

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Abmessungen

Die Abmessungen von Strichcodes sind von der jeweiligen Anwendungsumgebung abhängig. Als X-Modul wird die Breite des schmalsten Elements (Strich oder Lücke) eines Symbols bezeichnet.

 

 

 

 

Mindestabmessungen GS1 DataBar Expanded für Scannerkassen

Mindestabmessungen GS1 DataBar Expanded Stacked für Scannerkassen

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Symbolplatzierung

So sieht die richtige Symbolplatzierung des GS1 DataBar auf einer Endverbrauchereinheit aus.

 

 

So sieht die richtige Symbolplatzierung des GS1 DataBar auf einem Umkarton aus.

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Häufig gestellte Fragen und Antworten

Welche Farben kann man für den Strichcode verwenden?

Die Balken müssen dunkel, der Hintergrund hell sein und einen gewissen Kontrastunterschied aufweisen. Die am meisten verwendete und am besten zu entschlüsselnde Farbkombination ist „schwarze Balken auf weißem Grund“. Wichtige Hinweise bietet die Broschüre „Strichcodequalität“.

Wie erkennt ein Scanner/die Software variable Datenfelder in einem GS1 Strichcode?

Durch ein Trennzeichen. Im GS1-128, GS1 DataBar und im GS1 DataMatrix gibt es Datenfelder mit fixer und variabler Länge. Damit der Datenstring verarbeitet werden kann, muss ein Datenfeld mit variabler Länge mit einem Trennzeichen (FNC1) abgeschlossen werden, außer dieses Datenfeld wird an der letzten Stelle im Symbol verschlüsselt. Ansonsten werden die Dateninhalte nicht richtig interpretiert.

Worin unterscheiden sich Strichcodes?

Alle Strichcodes stellen maschinenlesbare Daten in Form von dunklen Balken und hellen Lücken dar. Bei GS1 Strichcodes sind die verschlüsselten Daten standardisiert.

Wie groß soll der Strichcode sein?

Die Abmessungen des Strichcodesymbols hängen von der jeweiligen Anwendungsumgebung, von der Strichcodesymbologie und vom Inhalt ab. Ein Strichcodesymbol sollte immer den allgemeinen GS1 Spezifikationen entsprechen. Wichtige Hinweise bietet die Broschüre „Strichcodequalität“.

Warum muss ein Strichcode für die Logistik größer sein als ein Strichcode für die Scannerkassen des Handels?

Die Scanner und daher die Anforderungen an den Strichcode sind in der Logistik nicht dieselben wie an den Scannerkassen des POS. Am POS werden die Strichcodes größtenteils per Hand über einen stationären Scanner geführt, in der Logistik sind hingegen meist Handscanner im Einsatz. Auch werden die Strichcodes in der Logistik oft aus größeren Entfernungen gescannt und müssen, damit sie einwandfrei gelesen werden können, daher größer angebracht werden. Das minimale X-Modul (Breite des schmalsten Balkens) beträgt 0,495 mm.

Welche Fehler sollen bei der Strichcodeherstellung vermieden werden?

Das Strichcodesymbol soll fehlerfrei erstellt werden. Häufig anzutreffende Fehler sind:

  • ungenügend großer Kontrastunterschied zwischen den dunklen Balken und dem hellen Hintergrund.

  • zu kleine Hellzone (linker und rechter Bereich neben dem Code).

  • zu geringe Symbolhöhe.

  • zu geringes X-Modul (Breite der schmalsten Balken/Lücken).

  • falsche Anwendung der GS1 Application Identifier (AIs).

  • falsche Strichcodeplatzierung.

  • fehlende bzw. keine Abstimmung der Balkenbreite auf das zu bedruckende Material.

  • Verwendung der falschen Strichcodesymbologie.

Wichtige Hinweise bietet die Broschüre „Strichcodequalität“. Die erstellten Strichcodes können Sie von GS1 überprüfen lassen.

Strichcodeprüfservice

Wollen Sie sichergehen, dass Ihr GS1 Strichcode gelesen werden kann? Lassen Sie ihn von GS1 Austria überprüfen.

Downloads & Zusatzinfos

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Symbolformate GS1 DataBar

Übersicht über alle GS1 DataBar Formate in der Praxis

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Empfehlung der ECR Arbeitsgruppe zum Einsatz des GS1 DataBar

GS1 Spezifikationen GS1 DataBar

Struktur, Eigenschaften und Verschlüsselung vom GS1 DataBar

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Allgemeine GS1 Spezifikationen Wölbung

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Allgemeine GS1 Spezifikationen Symbolplatzierung

GS1 Spezifikationen ISO646

Allgemeine GS1 Spezifikationen ISO646

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