GS1 EDI: Zahlen und Trends zur weltweiten Verbreitung

Mehr als 170.000 Unternehmen setzen auf den elektronischen Datenaustausch mithilfe von GS1 EDI Standards. Österreich nimmt dabei mit 32 Nachrichtenarten im Einsatz eine führende Position in der EDI Welt ein.

In einer jährlichen Umfrage wird die geografische Verbreitung und Anwendung der GS1 EDI Standards erhoben und der Grad der Implementierung der beiden GS1 EDI Standards GS1 EANCOM® und GS1 XML in den Mitgliedsländern analysiert. Hier die wichtigsten Ergebnisse für 2018 auf einen Blick:

GS1 EANCOM® und GS1 XML

Insgesamt haben 41 GS1 Mitgliedsorganisationen an der Umfrage teilgenommen. 35 davon gaben an, dass GS1 EDI Standards in mindestens einer Form vorkommen. Der GS1 EANCOM® Standard wurde dabei in 28 Ländern von mehr als 125.000 Unternehmen implementiert.
Die Versionen EANCOM® 2002 und EANCOM® 97 werden am öftesten implementiert. Der Trend zeigt, dass EANCOM® Neuimplementierungen auf Basis von EANCOM® 2002 vorgenommen werden. Auch zahlreiche Unternehmen, die bereits den EANCOM® Standard in Verwendung haben, steigen sukzessive auf die neueste Version des Standards um. Der Grund ist, dass nur mehr diese Version von GS1 weltweit gewartet und dadurch besser den wachsenden Anforderungen der Kunden gerecht wird.

Der GS1 EDI XML-Standard wurde in 26 Ländern von mehr als 50.000 Unternehmen implementiert. Dieser moderne GS1 EDI Standard ist in Sektoren und Branchen besonders beliebt, wo die GS1 Standards zum ersten Mal Anwendung finden. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass unter den Versionen die Major-Ausgabe 3.x mit Anzahl der Anwender im Vordergrund steht, gefolgt von der Ausgabe 2.x. Die Ausgabe 3.x wird von GS1 aktiv weiterentwickelt, damit neue Kundenanforderungen abgedeckt werden können, und wird daher bei Neuimplementierungen von den Unternehmen bevorzugt.

Die aktuellen Nachrichtenbeschreibungen zu den einzelnen GS1 XML-Nachrichtentypen finden Sie auf der GS1 Global-Website unter www.gs1.org/edi-xml.

GS1 UBL

Nicht inbegriffen in der Studie ist der neue GS1 UBL Standard, der seit 2018 zum GS1 EDI Standard-Syntax-Portfolio gehört. Mit der Aufnahme von UBL wird somit die Lücke zwischen B2B und B2G im Bereich EDI geschlossen. Deshalb wird besonders interessant sein, in welchem Umfang dieser Standard im eGovernment-Bereich zukünftig europaweit nachgefragt und umgesetzt wird.

EDI Standards in Kernsektoren

Die Studie befasst sich neuerlich mit Kernsektoren, wo sich GS1 EDI Standards in den letzten Jahren präsentieren. Dazu zählen der Healthcare-Sektor, die Bekleidungs- und Schuhindustrie, der Transport- und Logistik-Sektor und der öffentliche Sektor. Auch hier finden die beiden GS1 EDI Standards EANCOM® und GS1 XML Anwendung und etablieren sich dank deren Nutzungspotenzial neben den teilweise bereits existierenden, branchenspezifisch eingesetzten Standards.

EDI Trends

Jedes Jahr werden aufgrund der Ergebnisse der vergangenen Jahre die weiteren Trends in der Entwicklung der GS1 EDI Standards gemacht. Auch in diesem Jahr wurde ersichtlich, dass GS1 EDI Standards zu einem wichtigen Erfolgsfaktor im Geschäftsleben geworden und nicht mehr wegzudenken sind. Beide GS1 EDI Standards werden je nach Branche und bereits existierenden EDI Traditionen in den unterschiedlichen GS1 Mitgliedsländern mit unterschiedlicher Priorität eingesetzt, wobei die kontinuierlich steigenden Wachstumsraten auch 2019 bestehen bleiben sollen.

Der ausführliche Bericht „EDI Standards in the GS1 Community 2018“ wird in Kürze auf der GS1 Global Homepage veröffentlicht.

EANCOM® Versionen und GS1 XML-Releases nach Länderzahl
EANCOM® Versionen und GS1 XML-Releases nach Länderzahl
GS1 EDI Standards Umsetzungen im Zeitverlauf
GS1 EDI Standards Umsetzungen im Zeitverlauf