Elektronisches Datenmanagement (EDM)

Das Elektronische Datenmanagement (EDM) des Bundesministeriums für Land-, Forst-, Umwelt- und Wasserwirtschaft (BMLFUW) ist ein Informationsverbundsystem, mit dem Unternehmen und Behörden ihre Registrierungs- und Meldeverpflichtungen im Abfall- und Umweltbereich online abwickeln können.

EDM ist das zentrale eGovernment-Projekt des Lebensministeriums, mit den Zielen der nachhaltigen Reduktion des Verwaltungsaufwandes von Unternehmen und Behörden aller Verwaltungsebenen (durch Umstieg von herkömmlichen „Papiersystemen“ auf effiziente, elektronische Erfassungs- und Meldesysteme) und der Sicherung eines hohen Umweltschutzniveaus in Österreich.

Identifiziert werden Unternehmen, Standorte und Anlagen seit 2004 mit einer Global Location Number (GLN). Behörden aller Verwaltungsebenen ermöglicht die nachvollziehbare und transparente Darstellung der Ergebnisse den effizienten Vollzug einzelner Rechtsvorschriften. Übergreifende Auswertungen schaffen die Grundlagen für Lenkungsmaßnahmen in Politik und Verwaltung.

Die Gleichbehandlung aller Verpflichteten, größtmögliche Transparenz bei gleichzeitiger Einhaltung individueller Datenschutzerfordernisse und der Einsatz modernster Technologien machen EDM zur zentralen eGovernment-Initiative des BMLFUW.

Die ambitionierte Umweltpolitik des BMLFUW schlägt sich in einer Vielfalt von Gesetzen und Verordnungen nieder. EDM konnte in den vergangenen Jahren mehr als zehn internetbasierte eGovernment-Applikationen in Betrieb nehmen, deren Anwendungen von Altfahrzeugen über Elektroaltgeräte und Verbringung bis zum Strahlenschutzregister reicht. Bei all diesen unterschiedlichen Regelungen bietet EDM mit seiner zentralen Stammdatenverwaltung und einigen Grundprinzipien die gemeinsame Basis für alle Anwendungen.

Dazu zählen ein einheitliches Datenmodell, gemeinsame Referenzlisten, Regeln für die eindeutige und EDM-weit einheitliche Identifizierung von Objekten (Personen, Standorten, Anlagen, Abfallarten, Verfahren, etc.), und dabei die Nutzung des weltweit etablierten Identifizierungssystems von GS1 – die Global Location Number GLN und die Global Trade Item Number GTIN – in Abstimmung mit der eGovernmentstrategie Österreichs.

Jede juristische oder natürliche Person, deren Daten im Register erfasst (registriert) sind, bekommt im Rahmen der ihr zugewiesenen Rolle eine GLN zu ihrer Identifizierung zugewiesen. Weiters können GLN zur Identifikation von Anlagen und Standorten vergeben werden. Es ist nicht zulässig, mehrere GLN zur Identifizierung derselben Sache zu verwenden. Zur Identifikation einer Sache ist für das elektronische Datenmanagement immer dieselbe GLN zu verwenden.

Elektronisches Datenmanagement
Elektronisches Datenmanagement

Erst diese zentrale Verwaltung von (Rechts-)Personen, Standorten und Anlagen, identifiziert mittels GLN, ermöglicht die Nutzung vielfältiger Synergien und bietet Unternehmen, Verwaltung und auch der Öffentlichkeit eine transparente Informationsquelle zu Art und Ausmaß umweltbezogener Tätigkeiten.

Die Vielfalt der EDM-Anwendungen des BMLFUW zeigt, dass es praktisch keinen Wirtschaftsbereich gibt, der nicht mit umweltbezogenen Rechtsvorschriften und daraus folgenden Melde- und Dokumentationspflichten befasst ist.

Erweiterte Produzentenhaftung für Verpackungen, Elektrogeräte und Altfahrzeuge oder auch die Verwaltung von Emissionsrechten erfordern die zeitnahe Verfügbarkeit einer Vielzahl an Informationen und nachvollziehbare Transparenz. Ohne die Nutzung des Internets und den Einsatz modernster Technologien wäre dies nicht möglich.