Rückverfolgbarkeitsservice GS1 Trace

Verwandte Begriffe

Rückverfolgbarkeitssystem, Rückverfolgbarkeit von Produkten, Rückverfolgbarkeit von Lebensmitteln, Eventdaten, Ereignisdaten, EPCIS (EPC Information Services), Herkunft

GS1 Trace ermöglicht die chargengenaue Rückverfolgbarkeit eines Produktes entlang der gesamten Wertschöpfungskette – und somit die vollständige Transparenz „from farm to fork“.

GS1 Trace KeyVisual
Wer hat was, wann, wo und wie mit einem Produkt gemacht? GS1 Trace bedeutet vollständige Transparenz entlang der Wertschöpfungskette.

So werden Sie GS1 Trace Kunde

     

Das Rückverfolgbarkeitsservice GS1 Trace nutzt globale Standards, insbesondere Identifikationsnummern wie GLN (Global Location Number) und GTIN (Global Trade Item Number).

Die Verwendung von EPCIS (EPC Information Services) zur Datenübertragung ermöglicht es Unternehmen, ihre IT-Systeme einfacher und effizienter an GS1 Trace anzubinden.

Durch die Rechteverwaltung in GS1 Trace kann exakt festgelegt werden, wer auf welche Informationen innerhalb der Prozesskette Zugriff hat.

GS1 Trace ist eingebettet in die Service-Landschaft von GS1 Austria:

Das Rückverfolgbarkeitsservice GS1 Trace ist für verschiedene Branchen und Produkte anwendbar, wobei der aktuelle Fokus auf der Lebensmittelindustrie liegt. Zu den derzeit typischen Anwendern von GS1 Trace in Österreich zählen Produktionsunternehmen im Frischfleisch- und Fleischwarenbereich.

Die vorgelagerten Stufen, wie beispielsweise Schlacht- und Zerlegebetriebe, sind ebenso angehalten Daten in diesem System selbst zu pflegen, um die Wertschöpfungskette so transparent wie möglich zu gestalten.

Der Einsatz dieses Rückverfolgbarkeitsservice ist darüber hinaus für Rohstofflieferanten, Produzenten, Händler aber auch Markeninhaber gleichermaßen attraktiv.

Den Kernnutzen für jeden Anwender von GS1 Trace – unabhängig davon ob Produzent, Händler oder Konsument – stellt eine transparente Wertschöpfungskette dar. Durch das Rückverfolgbarkeitsservice können folgende Bereiche abgedeckt werden:

  • B2B – Effizienter, chargengenauer Datenaustausch zwischen Unternehmen, die in einer Geschäftsbeziehung zueinander stehen.
  • B2G – Abbildung rechtlich relevanter bzw. durch EU Verordnungen geforderte Rückverfolgbarkeitsdaten.
  • B2C – Erhöhung des Konsumentenvertrauens durch die offene und transparente Darstellung der Wertschöpfungskette, weit über das Thema Herkunft hinaus. Nicht nur WOHER kommt mein Produkt, sondern insbesondere WELCHEN WEG ist es gegangen.

Hinter dem Rückverfolgbarkeitsservice GS1 Trace steht eine zentrale Datenbank mit dezentralem Ansatz. Jedes Unternehmen stellt genau die Informationen zur Verfügung, für die es die Verantwortung trägt.

Zu Beginn der Wertschöpfungskette wird ein erstes Event – ein Ereignis, bei dem etwas mit einem Produkt passiert, es beispielsweise verarbeitet und/oder auch verpackt wird – erstellt. Die nachgelagerten Stufen in der Wertschöpfungskette können daraufhin auf diese Daten zugreifen und sie im Rahmen von eigenen Events um weitere Informationen zum jeweiligen Verarbeitungsschritt anreichern.

Jegliche Informationen können dabei entweder manuell oder auch vollautomatisch aus dem jeweils verwendeten Warenwirtschaftssystem per XML übermittelt werden. Durch die Verknüpfung der Events anhand von GTIN und Chargennummer, wird ein Produkt mit einem Klick aber auch Scan des Strichcodes entlang der gesamten Prozesskette rückverfolgbar.

Voraussetzung, um GS1 Trace als Unternehmen nutzen zu können, ist ein bestehender Vertrag mit einer GS1 Organisation. Hierdurch kann das teilnehmende Unternehmen durch seine GLN (Global Location Number) weltweit eindeutig identifiziert werden und hat gleichzeitig die Möglichkeit, GTINs (Global Trade Item Numbers) für seine Produkte zu vergeben. Innerhalb von GS1 Trace können anhand dieser Identifikationsnummern Nachrichten eindeutig übermittelt und abgefragt werden.

Sie sind noch kein GS1 Kunde?

Um GS1 Trace nutzen zu können, stehen Ihnen folgende Schritte bevor:

  • Erstkontakt mit dem GS1 Trace Team (siehe linkerhand)
  • Übermittlung der Stammdaten für die gewünschten Artikel
  • Freischaltung des Kunden und Erhalt der Zugangsdaten zu GS1 Trace
  • In einer definierten Testphase und -umgebung werden ausgewählte Artikel mit dynamischen Daten (Chargendaten) vervollständigt
  • Nach erfolgreichen Tests erfolgt ein Go-Live im Echtbetrieb
  • Den letzten Schritt stellt die laufende Datenpflege in GS1 Trace dar

Zu jedem Zeitpunkt genießen Sie kontinuierliche Beratung und Unterstützung, teils auch vor Ort, durch das GS1 Trace Team.

Bei Fragen kontaktieren Sie gerne Ihre GS1 Trace Ansprechpersonen von GS1 Austria.