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Best Practice

Es geht um die Wurst ...

16. September 2019

… und welche wesentlichen Vorteile das GS1 System rund um den Vertrieb von Fleisch- und Wurstwaren bietet.

Fleisch ist eines der sensibelsten Produkte im Lebensmittelhandel. Klar, so handelt es sich hierbei ja auch um Lebewesen. Dass es dem Konsumenten daher nicht „wurscht“ ist, woher seine Wurst kommt, ist nachvollziehbar. Was sich vom Konsumenteninteresse bis vor einigen Jahren jedoch fast nur auf das Wissen um die Herkunft bezog, geht heute noch viel weiter. Man will wissen, was mit dem Tier passiert ist, wie es gehalten, geschlachtet, verarbeitet und verpackt oder etwa wie weit es transportiert wurde. Dieses Konsumentenbedürfnis, gepaart mit vielen neuen gesetzlichen Regeln, stellt die Lebensmittelindustrie vor zahlreiche Herausforderungen. Nicht nur große Betriebe sind gefordert, sondern gleichermaßen auch kleinere bis hin zu Ein-Personen-Unternehmen. Denn egal wo der Konsument sein Fleisch kauft, er verlangt überall nach denselben Informationen. Es gilt Lösungen zu finden – für alle!

Transparentes Fleisch
Fleischermeister Paul Horvath, Inhaber der gleichnamigen Fleischerei im 16. Wiener Gemeindebezirk, hat seine Lösung dafür im GS1 System gefunden. So setzt er zum Beispiel, wenn es um die Transparentmachung seiner Wertschöpfungskette geht, auf GS1 Trace, das Rückverfolgbarkeitsservice von GS1 Austria. „Mir war schnell klar, dass da kein Weg dran vorbeiführen wird“, erklärt Paul Horvath, der auch überzeugt davon ist, „dass das Produkt Fleisch in Zukunft noch gläserner werden wird“. Damit ist Paul Horvath absoluter Vorreiter in seiner Branche, da er GS1 Trace nicht nur für Frischfleisch, sondern auch für weiterverarbeitete Produkte wie Würstel und Co nutzt. Dies ermöglicht ihm nicht nur einen effizienten, chargengenauen Datenaustausch mit anderen Unternehmen, sondern auch eine Erhöhung des Konsumentenvertrauens durch eine lückenlose Rückverfolgbarkeit „from farm to fork“. „GS1 Trace bietet für mich die optimale Lösung, auch komplexeste Wertschöpfungsketten dennoch in kürzester Zeit transparent darzustellen“, zeigt sich Horvath sehr zufrieden.

GS1 Trace bietet für mich die optimale Lösung, auch komplexeste Wertschöpfungsketten in kürzester Zeit transparent darzustellen.

Paul Horvath, Fleischermeister

Alles ausgezeichnet
Die Funktionsweise von GS1 Trace basiert auf GS1 Identifikationsnummern: Anhand der GLN (Global Location Number) werden Unternehmen und deren Standorte identifiziert – die GTIN (Global Trade Item Number) dient der weltweit eindeutigen Artikelidentifikation und wird in GS1 Strichcodes verschlüsselt. Da der bei der Fleischerei Horvath bisher verwendete, „intern“ vergebene EAN-13 Code dafür nicht geeignet war, galt es auch hier etwas „nachzurüsten“. So wurde mit dem Einzug von GS1 Trace auch gleich die gesamte Artikelkennzeichnung auf GTIN Basis und damit verbunden auf eine global gültige Artikelauszeichnung umgestellt. „Damit funktioniert nicht nur die Rückverfolgbarkeit, sondern es werden mir auch neue Vertriebswege ermöglicht“, freut sich Paul Horvath. Darüber hinaus war er erstaunt, „dass diese Umstellung gar nicht aufwändig war und keinerlei weitere Investitionen nötig waren“. Seine im Betrieb vorhandene Drucker-/Waagenkombination kann den GS1-128 Strichcode nämlich problemlos drucken. Als Kunde von GS1 Austria hat Horvath die Möglichkeit, jederzeit auf das GS1 Strichcodeprüfservice zurückzugreifen, was er auch tut: „Damit kann ich gewährleisten, dass die Strichcodes auf meinen Produkten auch wirklich lesbar sind.“

Mit GS1 Trace funktioniert nicht nur die Rückverfolgbarkeit, sondern es werden mir auch neue Vertriebswege ermöglicht.

Paul Horvath, Fleischermeister

Einfache Stammdatenverwaltung
Nachdem die Fleischerei Horvath ihr Fleisch längst nicht nur in der hauseigenen Fleischerei vertreibt, sondern auch als weiterverarbeitete Wurstwaren im Handel, sind Stammdaten ebenso ein großes Thema. Deren Zurverfügungstellung ist heute Grundvoraussetzung in der Zusammenarbeit mit dem Handel, da diese u. a. für die Allergenauszeichnung an der Frischetheke sowie für den Onlineshop dienen oder auch an diverse Gastro-Partner weitergegeben werden. All das stellt ab sofort dank der Nutzung des elektronischen Stammdatenportals GS1 Sync kein Problem mehr für die Fleischerei Horvath dar. Seit Frühjahr stellt Paul Horvath beispielsweise seinem Geschäftspartner METRO Stammdaten von 15 verschiedenen Artikeln zur Verfügung. „Dank GS1 Sync und der Unterstützung des GS1 Sync Teams bei der Erfassung der Stammdaten lassen sich die Stammdatenanforderungen meiner Geschäftspartner optimal erfüllen“, erklärt dieser.

Mit GS1 Sync lassen sich die Stammdatenanforderungen meiner Geschäftspartner optimal erfüllen.

Paul Horvath, Fleischermeister

Full Service aus einer Hand
Was beim Fleischermeister Horvath ursprünglich so begann, dass er sich an GS1 Austria gewandt hat, um schlicht und einfach die „Kundenanforderungen zu erfüllen“, hat sich nun hin zu einer umfassenden Nutzung des gesamten GS1 Systems mit all seinen dazugehörigen Services entwickelt. „Dabei habe ich mir das am Anfang alles viel schwieriger vorgestellt“, erzählt Paul Horvath. „Die Full-Service-Leistungen sowie die laufende und kompetente Beratung seitens GS1 Austria haben mir aber letztendlich alles sehr leicht gemacht.“ Damit beweist Horvath als absolut herausragendes Beispiel seiner Branche, dass es ihm alles andere als „wurscht“ ist, wenn es um seine Wurst geht.

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