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Best Practice

Marktforschung im echten Leben

28. März 2022

Mit seinem „Real-Life-Konzept“ eröffnet das Start-up go2market nicht nur neue Dimensionen in der Marktforschung, sondern auch im Umgang mit den dafür notwendigen Daten.

 

Ein Bier, das man mitten am Vormittag im Rahmen einer Verkostung in einer Einkaufsstraße trinkt, kann niemals so schmecken wie eines, das man gemütlich daheim oder in geselliger Runde trinkt“, davon ist Thomas Perdolt, Geschäftsführer des Start-ups go2market, überzeugt.

Genau aus diesem Grund hat er vor rund zwei Jahren sein Real-Life-Marktforschungsunternehmen gegründet, mit dem er das Erforschen eines Produkts in „echten“ Lebenssituationen ermöglicht. Funktionieren tut das über speziell eingerichtete Supermärkte – derzeit bereits in Wien und Köln erfolgreich in Betrieb –, in denen nur registrierte und nach soziodemografischen Parametern ausgewählte Mitglieder einkaufen können. Diese Kunden werden auf ihrem Weg durch den Testsupermarkt von Kameras begleitet und die daraus gewonnenen Erkenntnisse – zum Beispiel über die Verweildauer vor Produkten – anonymisiert an die Hersteller weitergegeben. Auch der Strichcode spielt dabei eine nicht unwesentliche Rolle: Damit wird jedes einzelne Produkt vom Kunden per Scan&Go via Smartphone gescannt und am Ende des Einkaufs über dessen Guthaben verrechnet. Weiter führt der Marktforschungsprozess dann in die eigenen vier Wände der Einkäufer, die ihre Produkte im gewohnten Umfeld konsumieren und dazu Feedback geben.

Wir sehen Produkte durch die Augen der Konsumenten.

Thomas Perdolt, go2market-Geschäftsführer

 

go2market in Zahlen

3.500
getestete Produkte
4.500
aktive Mitgliedschaften
390
Industriepartner
2
Standorte: Wien, Köln
4 Mio.
Kunden-Feedbacks

Mehr zu go2market

 

 

 

Viele Daten, wenig Aufwand

Rund 400 verschiedene Artikel von über 100 Herstellern werden in den „go2markets“ angeboten. „Dabei handelt es sich nicht nur um neue oder noch nicht auf dem Markt befindliche Produkte, sondern auch um solche, die es bereits gibt, die aber vielleicht nicht mehr so gut performen“, erklärt Thomas Perdolt das Konzept. Dafür werden vor allem aktuelle Daten zu den einzelnen Produkten benötigt. Teilweise erhält go2market diese über GS1 Sync, das Stammdatenservice von GS1 Austria. „Damit haben wir die Garantie, mit geringstmöglichem Aufwand stets über die aktuellsten Daten der Industrie zu verfügen.“

Die ebenfalls auf GS1 Sync zur Verfügung gestellten Informationen zu Verpackungen stellen für Perdolt „einen für uns ganz wichtigen Aspekt dar! So können wir zukünftig beispielsweise unkompliziert Berechnungen zur Kartonage machen“. Für eine noch effizientere Anwendung mit GS1 Sync wird bei go2market zukünftig sogar eine Web-Schnittstelle implementiert, die eine automatisierte Anbindung an GS1 Sync ermöglicht. „Damit können wir mehr Daten in noch kürzerer Zeit abfragen und auch innerhalb bestimmter Produktgruppen lassen sich so bessere Vergleiche erzielen“, zeigt sich Perdolt erfreut.

 

Stammdatenaustausch mit GS1 Sync

Mit dem Stammdatenservice GS1 Sync können Artikeldaten und Produktabbildungen zentral ausgetauscht werden. Dadurch wird gewährleistet, dass Handelspartner ausschließlich auf die aktuellsten Daten zugreifen und somit eine einfache Artikelanlage in den Systemen der Handelspartner möglich ist.

97 %
Datenqualität
400.000
Artikeldatensätze verfügbar
247
Attribute werden im österreichischen Zielmarktprofil unterstützt.
42.000
Abbildungen
180
Datenabholer in der DACH-Regionin

 

 

 

Große Zukunftspläne

Was den Umgang mit Daten betrifft, wurde seitens go2market bereits eine ideale Basis für die nächsten Schritte gesetzt – und die sollen groß sein. Perdolt will bis 2025/26 mit zehn stationären Supermärkten innerhalb Europas vertreten sein. Parallel dazu wird auch an einem „digitalen Labor“ gearbeitet, das laut dem go2market-Geschäftsführer eine „bisher noch nie dagewesene Marktforschung rund um das Einkaufsverhalten im eCommerce ermöglichen soll“. Ebenso sieht Perdolt einige Zukunftsperspektiven in der Zusammenarbeit mit GS1 Austria und dem Stammdatenservice GS1 Sync: „Da beide Unternehmen über einen großen Schatz an Informationen und Daten – sowohl zu bereits etablierten als auch zu zukünftigen Produkten – verfügen, könnte sich damit durchaus eine Win-win-Situation ergeben“.

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