Zum Newsroom

Artikel

Voll im Bilde!

23. März 2022

Korrekte und qualitativ hochwertige Produktbilder sind das Um und Auf für einen guten Auftritt in Online-Shops, Flugblättern oder am POS.
Der Weg zum Ziel führt über die Stammdaten.

Das Bild ist die Mutter des Wortes“, das wusste der deutsche Schriftsteller Hugo Ball bereits im 19. Jahrhundert. In unserer heutigen Informationsgesellschaft ist diese Aussage nach wie vor gültig. Etwa 80 % aller Informationen werden über die Augen wahrgenommen. Bilder spielen dabei eine ganz besondere Rolle. Sie wecken Emotionen und Wünsche, können faszinieren, beeindrucken, aber auch schockieren. Darüber hinaus übermitteln Bilder inhaltliche Botschaften oder begleiten diese wie ein gut dekorierter Blumenstrauß. Im besten Fall erfüllt das Bild beide Funktionen gleichzeitig. Menschen haben die Fähigkeit, sich hervorragend an die bereits gesehenen Bilder zu erinnern und diese im Kopf abzurufen. Selbst wenn wir uns von einem Bild gar nicht beeindrucken lassen wollen, hat unser Unterbewusstsein bereits einen ersten Eindruck gespeichert. Diese visuelle Kommunikation wird daher gerne in der Werbung benutzt.

Das Produktbild ist Ihre Visitenkarte gegenüber unseren Kunden. Ohne ein Produktbild ist Ihr Produkt nicht zu verkaufen.

Alexander Huber, Leitung BIPA eCommerce

 

Bild ist nicht gleich Bild

Durch den enorm gewachsenen Onlinehandel in den letzten Jahren gewinnt das Produktbild immer mehr an Bedeutung. Der Grund dafür: Im Internet lassen sich Produkte nicht anfassen, fühlen oder aus- bzw. anprobieren. Aufgabe des Bildes ist es, diese nicht vorhandene Haptik zu ersetzen und dafür zu sorgen, dem Kunden das bestmögliche Produktgefühl zu vermitteln. Somit beeinflussen Produktbilder die Kaufentscheidung wesentlich.

Aufgrund fehlender Standards fotografierten Industrie und Handel ihre Produkte in der Vergangenheit sehr individuell. Dies führte zu unterschiedlichsten Versionen. Hinzu kommt, dass vielen Unternehmen das Fachwissen abteilungsübergreifend in puncto Produktfotos fehlt. Sie können nur mühsam beurteilen, ob die Qualität des bereitgestellten Bildmaterials den Mindestanforderungen für den Onlinehandel entspricht. Oft fehlen notwendige Grafikprogramme, die beispielsweise die Verfügbarkeit eines Beschneidungspfads oder die Qualität dieses Pfads beurteilen könnten. Dementsprechend groß war und ist der Bedarf nach einer zentralen und einheitlichen Regelung sowie nach einer Überprüfung dieser Bilddaten.

Mehr zu Onlinehandel

 

Des Rätsels Lösung

Die Lösung liegt im Stammdatenmanagement und dadurch im Stammdatenservice GS1 Sync. Gemeinsam mit den großen Handelsketten wurde eine Empfehlung auf Basis globaler Standards erarbeitet. Darauf aufbauend stellt GS1 Sync ein Multimedia-Paket zur Verfügung, das eine Bewertung von Bildern ermöglicht, um diese zentral und in korrekter Form an die Händler zu liefern. Ein wichtiges Tool in die richtige Richtung, denn die klassischen Produktbilder werden z. B. für Online-Shops und Flugblätter verwendet. Aktuelle Zahlen bestätigen das: Derzeit stellen über 450 Industrieunternehmen mehr als 42.000 Abbildungen bereit, wodurch sich die Zahl der Dateneinsteller im letzten Jahr pandemiebedingt sogar verdoppelt hat.

 

Bilder in GS1 Sync

450
Industrieunternehmen stellen derzeit Bildmaterial über das Stammdatenservice GS1 Sync bereit
42.000
Abbildungen werden angeboten, Tendenz steigend
1 Sek.
dauert die Bewertung aller definierten Mindestanforderungen eines Bildes
400.000
Detail-Checks von bildrelevanten Kriterien zur transparenten Darstellung der Bildqualität wurden in den letzten zwölf Monaten durchgeführt

 

 

Bewertung in Sekundenschnelle

GS1 Sync bietet Nutzern schon seit einigen Jahren eine Bildbewertungsfunktion. Anfang letzten Jahres kam die völlig automatisierte Bewertung der hochgeladenen Fotos neu hinzu. „Somit ist in Sekundenschnelle eine Überprüfung der definierten Mindestanforderungen möglich“, erklärt Rene Schweinzger, Leiter GS1 Sync Vertrieb. „Der Nutzer bekommt dann entweder ein ‚Okay‘ oder eine Fehlermeldung in Form eines direkten Feedbacks.“ Zu den häufigsten Fehlern zählen laut Schweinzger „fehlende Freistellungspfade und zu geringe Bildgrößen“.

 

Guideline als Branchenstandard

Die Qualität sowie die technischen Anforderungen der Produktbilder sind in GS1 Sync keinesfalls nur Ansichtssache. Die Kriterien dafür wurden genau festgeschrieben – und zwar im Rahmen der „ECR Guideline für Produktabbildungen“. Diese im Rahmen der ECR Arbeitsgruppe „Bild- und Media-Datenbank“ entwickelte Publikation stellt quasi den Branchenstandard für Bilder in digitalen und  gedruckten Medien dar. Unter Einbeziehung von Experten wie Fotografen, Drucktechnikern und Grafikern haben zahlreiche Vertreter aus Handel und Industrie damit ein gemeinsames Verständnis dafür geschaffen, wie Produkte des täglichen Bedarfs im Idealfall zu  fotografieren bzw. abzubilden sind.

Produktabbildungen sind der Schlüssel für einen erfolgreichen Online-Shop!

Katharina Herndlhofer, Data Quality Management, METRO Österreich

 

Geregelte Nutzungsrechte

Ein weiterer wichtiger Punkt in der Bereitstellung von Bildmaterial ist eine klare Regelung der Nutzungsrechte zwischen  Industrieunternehmen und dem jeweiligen Handelsunternehmen. Also die Klärung der Frage: Was darf ein Händler mit den Bildern  machen?
Was bisher aufgrund einer rechtlichen Grauzone von beiden Seiten kaum bis gar nicht geregelt war, übernimmt nun ebenfalls GS1 Sync.  Um eine zentrale Abwicklung zu ermöglichen, schloss GS1 Austria Vereinbarungen mit namhaften Handelsunternehmen wie REWE International AG, SPAR Österreich, Markant oder METRO C&C Österreich. Der Vorteil: Die Hersteller ersparen sich viele individuelle und
zeitaufwändige Abstimmungen.

 

Große Ziele

Die Basis ist hiermit geschaffen. Ans Ausruhen denkt das GS1 Sync Team jedoch nicht. „Wir sehen unsere Aufgabe jetzt vor allem darin, möglichst viele Industrieunternehmen mit ins Boot zu holen, denn von einer zentralen Bereitstellung profitiert die gesamte FMCG-Community“, so Rene Schweinzger. Er sieht das Ziel erst dann erreicht, „wenn wir bei jedem gelisteten Artikel neben den Stammdaten
auch eine aktuelle Produktabbildung in der gewünschten Qualität bereitstellen können. Dieser Herausforderung stellen wir uns gerne!“

Das könnte Sie auch interessieren

Die Kasnudl geht auf Reisen
Best Practice, 20. April 2022

Die Kasnudl geht auf Reisen

Zum Artikel
Google setzt bei Produktsuche auf GTIN
Artikel, 15. Juni 2017

Google setzt bei Produktsuche auf GTIN

Zum Artikel

GS1 Austria Newsletter

Aktuelle Stories, News, Tipps & Tricks und vieles mehr rund um GS1 Austria und unsere Standards, Strichcodes und Services. In unserem Newsletter erfahren Sie es als Erster!

Sie möchten mehr über Produktabbildungen in GS1 Sync erfahren?

Kontaktieren Sie uns gerne – wir freuen uns auf ein Gespräch mit Ihnen!