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European Green Deal: Mit GS1 Standards Transparenz schaffen

9. September 2021

Transparente Daten zum Lebenszyklus von Produkten und Materialien sind das Um und Auf für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft. GS1 bietet die passenden Werkzeuge für die Umsetzung künftiger Maßnahmen wie etwa den digitalen Produktpass.

Der European Green Deal umfasst eine Reihe von Gesetzen und Initiativen in unterschiedlichen Bereichen. Darunter fallen u.a. auch Maßnahmen zum Ausbau erneuerbarer Energien und eine moderne Kreislaufwirtschaft soll Abfall und Verschmutzung vermeiden. Dieser konkrete Fahrplan hat das vorrangige Ziel, Europa bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent zu machen.

In der Kreislaufwirtschaft liegt der Fokus vor allem in der Betrachtung des gesamten Lebenszyklus von Produkten und Materialen. Dieser reicht von der Rohstoffgewinnung über die Produktion und Distribution bis hin zur Wiederverwendung. Um hier mehr Transparenz zu erreichen, soll in Zukunft ein digitaler Produktpass zum Einsatz kommen.

Produktpass mit lückenlosem Lebenslauf

Mit Hilfe von strukturierten und standardisierten Daten soll der digitale Zwilling eines Produkts das einen durchgehend transparenten und lückenlosen Lebenslauf sorgen und somit das Erstellen von geforderten Reportings ermöglichen. Umfassende Daten in hoher Qualität bilden daher für die Umsetzung eines solchen Produktpasses eine wesentliche Grundlage. Der Schlüssel liegt hier vor allem in der Serialisierung und damit in der eindeutigen Kennzeichnung der einzelnen Bauteile, Komponenten und Produkte. Die fast logische Antwort darauf: GS1 Standards – wie etwa GTIN (Global Trade Item Number) oder GLN (Global Location Number). Daher sieht auch GS1 Austria Geschäftsführer Gregor Herzog die Rolle von GS1 im Zuge des Green Deals als „Jahrhundertchance“ und treibt dieses Thema im Rahmen seiner Funktion als Vorsitzender von GS1 in Europe dementsprechend voran.

Nachhaltige Batterien im Kreislauf halten

Batterien erweisen sich als Schlüsseltechnologie im Umstieg zur Klimaneutralität und zu einer besseren Kreislaufwirtschaft. Sie sind unverzichtbar für nachhaltige Mobilität und tragen zum darin festgelegten Null-Schadstoff-Ziel bei. Daher wird auch die Nachfrage nach Batterien in den kommenden Jahren, insbesondere für Elektrofahrzeuge, rapide ansteigen. Auch im Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft (Circular Economy Action Plan) stehen in der Umsetzung der Maßnahmen Batterien an oberster Stelle und somit auch die damit einhergehende Entwicklung eines Produktpasses.

Die Global Battery Alliance (GBA) und GS1 haben dazu bereits im Mai eine Absichtserklärung zur Erreichung der EU-Ziele für nachhaltiges Batteriemanagement unterzeichnet. Der „Batteriepass“, der mit Unterstützung von GS1 entwickelt werden soll, wird ab 1. Jänner 2026 für jede Industriebatterie sowie jede Batterie für Elektrofahrzeuge verpflichtend sein. Das bedeutet, dass jede Batterie, deren Kapazität größer als 2 kWh ist, einen elektronischen Datensatz haben soll, der laut EU-Verordnung „für jede Batterie einmalig sein und durch einen eindeutigen Schlüssel identifiziert werden soll“. GS1 Standards sollen hier vor allem den Übergang zum digitalen Zwilling sowie den Datenaustausch zwischen allen Beteiligten entlang der Kreislauf-Wertschöpfungskette ermöglichen.

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