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„Cubizza": Der innovative Mehrweg-Pizzakarton

19. April 2026

Mit „Cubizza“ wurde im Rahmen des LMW ein innovativer Mehrweg-Pizzakarton präsentiert: nachhaltig, wiederverwendbar und sogar funktional als Zweitprodukt. Um diesen künftig im Kreislauf zu halten, bietet sich der GS1 Standard GRAI an. Für das Cubizza-Team gilt es nun, die kreative Idee in die Praxis zu bringen.

Begonnen hat alles 2023 im Rahmen des Lehrgangs „Circular Economy & Innovation“ am BFI Wien, bei dem die Pizzeria-Besitzerin Eva De Michele und der Logistik-Experte Christoph Lehner aufeinandertrafen. 

De Michele präsentierte dort ihr Abschlussprojekt mit der Idee für einen Mehrweg-Pizzakarton, das Lehner aufhorchen ließ. Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung im Mehrweg-Bereich bot er De Michele Unterstützung für eine mögliche Umsetzung dieser Idee an, weshalb sich ihre Wege auch nach ihrer gemeinsamen Ausbildung immer wieder kreuzten.

 Das Besondere an „Cubizza“ – so der Name der kreativen Erfindung – ist laut De Michele, „dass dieser nicht nur der Nachhaltigkeit dient, sondern auch ein zweites Leben hat, da sich mit drei gesammelten Pizzabehältern eine praktische Würfelbox bauen lässt“. 

Einen weiteren Vorteil bietet Cubizza auch für die Qualität der Pizza: Das Material hält die Pizza länger warm, und dank des gerillten Bodens, der das Kondenswasser aufnimmt, bleibt die Pizza knusprig. Eine geniale Idee, deren große Herausforderung nun vor allem darin liegt, die Kartons auch im Kreislauf zu halten. Hier kommen GS1 Standards ins Spiel, besser gesagt in den Pizzakarton.

Ein GRAI für alle Fälle

Als ideale Lösung erweist sich laut GS1 Austria Business Development Manager Alexander Peterlik, den Christoph Lehner dazu konsultierte, „die Mehrwegtransportbehälter-Identifikation GRAI (Global Returnable Asset Identifier)“. Diese dient zur eindeutigen Identifikation von wiederverwendbaren Mehrwegtransportbehältern oder -verpackungen und ist der Schlüssel zu den dahinterliegenden Stammdaten. 

Die größten Vorteile des GRAI liegen laut Peterlik „darin, dass er mit seinem eindeutigen Company-Präfix einen Bezug zum Hersteller gewährleistet und so die Möglichkeit bietet, einen Behälter zu codieren und fortlaufend zu serialisieren. Der künftige Datenträger zur Verschlüsselung des GRAI wird laut aktuellem Stand ein QR Code mit GS1 Digital Link sein, da dieser auch webbasierte Informationen mitliefern kann.“

Mehrweg für die Zukunft

Die nächsten Schritte für die Weiterentwicklung des Mehrweg-Pizzakartons liegen laut Christoph Lehner nun „in der Findung geeigneter Investoren sowie in der Sensibilisierung von Behörden, wobei hier vor allem auch die Vorteile des Mehrweg-Pizzakartons zur künftigen Erfüllung der Verpackungsverordnung PPWR dargelegt werden sollen“. 

Kürzlich wurde der Cubizza auch im Rahmen der Logistikverbund Mehrweg (LMW) Arbeitsgruppe „Mehrweg 2 Go“ präsentiert. Diese hat sich zum Ziel gesetzt, potenzielle Anbieter von Mehrwegsystemen für Getränkebecher und Take-away-Geschirr zu analysieren und standardisierte Lösungen zu koordinieren.

So sorgte der LMW etwa 2024 für die erfolgreiche Einführung der 0,33-l-Mehrweg-Bierflasche und fördert die Entwicklung innovativer Mehrweg-Lösungen wie etwa von Mehrweg-Pflanzentrays oder Mehrweg-Displays. Auch die Mehrweg-Pizzakartons werden möglicherweise schon bald erfolgreiche ihre Kreise ziehen. 

Das Cubizza-Team wird das Projekt in den nächsten Wochen und Monaten jedenfalls stark vorantreiben. Laut Eva De Michele ganz nach der Pfadfinder-Mission: „Verlassen wir unsere Welt um ein Stück besser, als wir sie vorgefunden haben.“

Mehr über den Logistikverbund Mehrweg (LMW)

 

QR Code mit GS1 Digital Link

Ein Code – viele Potenziale: Mit dem GS1 Digital Link Standard – verschlüsselt in einem QR Code – sind Produktinformationen nicht nur für Konsumenten abrufbar. Auch Behörden, Reparaturbetriebe oder Recycler können auf Informationen zugreifen, die für sie relevant sind.

Die standardisierte GS1 Digital Link URI ermöglicht es, von einem einzigen QR Code auf dem Produkt zu beliebig vielen digitalen Informationsquellen im Web (z. B. Zertifikate, digitale Produktpässe (DPP), Marketinginformationen oder Gebrauchsanweisungen) zu verlinken. 

Die digitalen Informationen können jederzeit aktualisiert werden, ohne den Datenträger und dessen Inhalt zu verändern. Das bietet viele neue Möglichkeiten für Unternehmen.

Mehr über den GS1 Digital Link

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