Die LOGiversität in Ried – Schon davon gehört?

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Seit Jänner 2019 gibt es in der Berufsschule Ried im Innkreis eine Innovation im Logistikbereich: Die sogenannte LOGiversität. Was dahintersteckt? Das erläutert Reinald Katzinger, Direktor der Berufsschule Ried im Innkreis, anhand der folgenden Fragen.

Wobei handelt es sich bei der neuen LOGiversität?

Katzinger: Die LOGiversität ist ein großer Logistikpraxisraum, mit modernen Geräten, wo die Abläufe in der Logistik Schritt für Schritt geübt werden können. Dieser neue Logistikbereich ist momentan einzigartig in Österreich.

Wie kam es zur Idee?

Katzinger: Das Logistiklehrer-Team unserer Schule war zu Besuch in Dingolfing in Bayern. Dort haben sie einen ähnlichen Praxisraum gesehen. Mit der Idee, so etwas auch in Ried umzusetzen, sind sie zurückgekommen.

Mit einem Konzept für unseren Praxisraum sind wir an die Bildungsdirektion herangetreten. Es freut uns, dass wir unsere Vorstellung dann für unsere Betriebslogistik-Lehrlinge umsetzen konnten.

Wie ist die LOGiversität aufgebaut und was genau lernen bzw. üben die Schülerinnen und Schüler hier?

Katzinger: Unser Logistikpraxisraum ist wie ein kleines Unternehmen aufgebaut – mit Wareneingang, verschiedenen Lagerbereichen, Kommissionierung, Verpackung und Versand.

Alle Lehrerinnen und Lehrer des Logistikteams waren vor ihrer pädagogischen Tätigkeit in unterschiedlichen Unternehmen und verschiedenen Logistikbereichen tätig. Diese hohe fachliche Kompetenz wird mit Hilfe der Methode Stationenbetrieb den Schülerinnen und Schülern weitergegeben.

Dadurch üben unsere Lehrlinge alle praxisrelevanten Logistikprozesse und haben so die Möglichkeit ihr theoretisches Wissen über die Logistikbereiche im wahrsten Sinn des Wortes zu „begreifen“.

Kommen dabei auch die GS1 Standards ins Spiel? Wenn ja, warum und in welcher Form?

Katzinger: Die GS1 Standards bzw. der GS1 Austria Workshop "Grünes Licht an der Laderampe“ sind fixe Bestandteile unserer Logistikausbildung an der Berufsschule.

Alle Schülerinnen und Schüler haben Zugang zum GS1 Tool myConnect und erstellen im Unterricht GTINs (Global Trade Item Numbers), Barcodes und SSCCs (Serial Shipping Container Codes) für den Versand ihrer Produkte.

Gerade in der Logistik sind einheitliche und standardisierte Daten sehr wichtig. Dies wollen wir auch unseren Lehrlingen so vermitteln.

 

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Die Betriebslogistik-Lehrlinge der Berufsschule Ried im Innkreis arbeiten fleißig in der LOGiversität. © Berufsschule Ried im Innkreis

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