Kreative Ausblicke bei GS1 Austria

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Seit kurzem ziert die Räumlichkeiten von GS1 Austria ein Kunstwerk mit einem geheimnisvollen QR-Code. Wer und was steckt dahinter?

„Logos non sequitur – Der Glaube an den Zweifel“ so nennt sich das Bild der österreichischen Künstlerin Eva Grün, dessen Anblick seit kurzem die Mitarbeiter von GS1 Austria in deren Gemeinschaftsküche erfreut. Das Kunstwerk wurde von GS1 Austria im Rahmen einer weihnachtlichen Spendenaktion aus dem neunerhaus-Auktionskatalog erworben. „Wir haben uns ganz bewusst für dieses Bild entschieden, da der darin enthaltene QR-Code einen ganz besonderen Konnex zu GS1 Austria darstellt“, so GS1 Austria Geschäftsführer Mag. Gregor Herzog.

Die Idee zum Bild

Was genau sich tatsächlich hinter dem QR-Code im Bild von Eva Grün verbirgt, hat die Künstlerin für GS1 Austria in folgendem von Jakob Gurschler verfassten Text zusammengefasst:

Wie eine Lupe spiegelt er und das betrachtende Auge sich in der dampfenden Tasse in der rechten
Hand der Person, die grübelnd ihren Kopf in die linke Hand stützt. Darunter der QR-Code selbst, der sich wie aus dem Rauschen eines Totkanals auf dem Bildschirmeines alten Röhrenfernsehers schält. Die Botschaft weit hinter das Signal gerückt, nicht mehr Menschen- sondern lediglich maschinenlesbar. Dem Menschen entschlüsselt sich diese Botschaft nicht mehr und der Mensch - das lesende Tier - denkt: “Genau wie sein Meister I. P. Pawlow vor ihm, stellt er sich die Großhirnrinde als Mosaik aus winzigen Ein/Aus-Elementen vor. Stets sind einige in heller Erregung andere dunkel verstummt. Die Konturen, hell und dunkel, wechseln ständig. Doch jeder Punkt kann nur einen dieser beiden Zustände annehmen: Wachen oder Schlaf. Eins oder Null.” Als Archäologin einer vergessenen Zukunft ist Eva Grün auf seltsame Zeichen gestoßen, die kein Almanach zu entschlüsseln vermag, für die es keinen Thesaurus gibt und die auf keinem Stein der Rosette verzeichnet sind. Solange der Blick auch über die Quadrate, die wie Ecktürme einer unbezwingbaren Burg die Orientierungskoordinaten des QR-Codes sind, mäandert, sich im Labyrinth der weißen und schwarzen Punkte verliert – nur das Kameraauge und der Algorithmus, der es fokussiert, können die Botschaft, den Hinweis auf eine andere Information, eingebettet im World Wide Web, entziffern. Doch genauso wie diese Botschaft verschlüsselt ist, so entpuppt sich die Grundlage des Bildes als Plan, der auf ein reales oder fiktives Gebäude verweist. Logos non sequitur ist ein Gewebe aus Fragen an den Betrachter, die Betrachterin, der sich selbst beim Grübeln dargestellt sieht. Die Tasse Heißgetränk bringt durch die schlaflose Nacht eine Frage ohne Antwort.

Zur Künstlerin
Die 1975 geborene Eva Grün und lebt und arbeitet in Wien. Ihre Bilder weisen sich durch skizzenhafte, figurative und malerische Elemente aus und zitieren die Bild- und Warenwelt in der flüchtigen Geste der Collage.

https://eva.einfach.org/

Mitarbeiter von GS1 in der Gemeinschaftsküche vor dem Bild von Eva Grün

Die Mitarbeiter von GS1 Austria sehen das Bild von Eva Grün als besondere Aufwertung ihrer Räumlichkeiten. (© Katharina Schiffl)

Das Bild von Eva Grün

Eva Grün setzt in ihrem Bild „logos non sequitur – Der Glaube an den Zweifel“ den QR-Code als künstlerisches Stilelement ein. (© Eva Grün)